FAQs Schulen

Potenzialanalyse

Was ist eine Potenzialanalyse?

Die Potenzialanalyse ist eine Stärken- und handlungsorientierte Analyse von Potenzialen. Jugendliche entdecken dabei auch unabhängig von geschlechtsspezifischen Rollenerwartungen ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt.

An wen richtet sich die Potenzialanalyse?

Die Potenzialanalyse ist ein Standardelement des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" und wendet sich an Schüler/-innen der 8. Klassen von allgemeinbildenden Schulen.

Müssen alle Achtklässler/-innen an der Potenzialanalyse teilnehmen?

Ja, es handelt sich um eine schulische Veranstaltung.

Welchen zeitlichen Umfang hat die Potenzialanalyse?

Die eintägige Durchführung der Potenzialanalyse soll im Umfang von mindestens 6 Zeitstunden erfolgen.

Wo soll die die Potenzialanalyse stattfinden?

In der Jahrgangsstufe 8 soll die Potenzialanalyse außerhalb der Schule in überbetrieblichen Bildungsstätten oder bei vergleichbaren Bildungsträgern durchgeführt werden.

In welchen Zeitraum muss die Potenzialanalyse durchgeführt und abgerechnet werden?

Das Standardelement Potenzialanalyse muss im 1. Schulhalbjahr der 8. Klasse und bis zum 31.12. eines Jahres durchgeführt und abgerechnet werden. Bitte stimmen Sie die Termine mit Ihrem kooperierenden Bildungsträger ab.

Was muss ich tun, damit der Bildungsträger die Potenzialanalyse fristgerecht abrechnen kann?

Dafür müssen Sie die Teilnehmerlisten der Klassen, mit denen die Potenzialanalyse durchgeführt wurde, in das BAN-Portal eingetragen. 

Bei welchem Bildungsträger kann ich als KAoA Schule die Potenzialanalyse durchführen lassen?

Die Bildungsträger werden über eine offizielle Ausschreibung durch den Kreis Mettmann bestimmt. Die Kommunale Koordinierungsstelle informiert Sie nach Zuschlagserteilung über den Bildungsträger, der für Ihre Schule den Zuschlag erhalten hat.

Bei welchem Bildungsträger kann ich als KAoA-BOP Schule die Potenzialanalyse durchführen lassen?

Sie haben die Möglichkeit zwischen den in der Liste aufgeführten Bildungsträgern frei zu wählen. Allerdings wird der ausgewählte Träger auch für Ihre Schüler/-innen die trägergestützte Berufsfelderkundung durchführen. (Verlinkung Kontaktdaten Bildungsträger)

Berufsfelderkundung

Was heißt „Berufsfelder erkunden“?

Schüler/-innen gewinnen Einblicke in die Berufswelt, indem sie sich exemplarisch in mehreren Berufsfeldern orientieren. Dabei lernen sie Arbeitsabläufe sowie verschiedene berufliche Tätigkeiten praxisnah vorrangig in Betrieben, kennen.

An wen richtet sich die Berufsfelderkundung?

Alle Schüler/-innen des 8. Jahrgangs in allen allgemeinbildenden Schulen erhalten das Angebot, mindestens drei Berufsfelder praxisnah zu erkunden.

In welchen Zeitraum muss die Berufsfelderkundung (BFE) stattfinden?

Das Standardelement Berufsfelderkundung muss im 2. Schulhalbjahr der 8. Jahrgangsstufe durchgeführt werden. 

Wie lange geht die Berufsfelderkundung?

Schüler/-innen der 8. Klassen aller Schulformen erkunden an insgesamt drei Tagen drei unterschiedliche Berufsfelder.

Wo kann eine Berufsfelderkundung stattfinden?

Berufsfelderkundungen finden vorrangig in Betrieben statt. Außer bei den KAoA-BOP-Schulen, diese machen die Berufsfelderkundung bei dem Träger, der auch schon die Potenzialanalyse durchgeführt hat. 

Wozu dient die Berufsfelderkundung?

Dieses Standardelement liefert den Jugendlichen Impulse, realistische Vorstellungen über die Berufswelt und die eigenen Fähigkeiten und Interessen zu entwickeln. Der erste praxisnahe Einblick in berufliche Arbeitsabläufe dient dazu, eine reflektierte, an den individuellen Fähigkei-ten und Neigungen der Schüler/innen ausgerichtete Auswahl eines Betriebspraktikums zu fördern. Sie knüpft idealerweise an die Erkenntnisse aus der Potenzialanalyse an und hilft den Jugendlichen, sich bewusst für ein Berufsfeld im Schülerbetriebspraktikum zu entscheiden.

Finden alle Berufsfelderkundungen in einem bestimmten Zeitraum statt?

Der Durchführungszeitraum der betrieblichen Berufsfelderkundung findet analog zur Stadt Düsseldorf immer eine Woche vor den Osterferien statt. Der Buchungszeitraum für Lehrer/-innen und Schüler/-innen wird im Vorfeld von der Kommunalen Koordinierungsstelle bekannt gegeben.  

Wie wird die Berufsfelderkundung schulisch vor- und nachbereitet?

"Die schulische Vorbereitung bezieht die Betriebe und ggf. die Träger ein und knüpft an die Ergebnisse der Potenzialanalyse an. In der Nachbereitung dokumentieren die Schüler/-innen die Ergebnisse ihrer Erkundungen im Portfolioinstrument.
Dazu reflektieren die Jugendlichen ihre Beobachtungen, auch als Gegenerfahrung zu traditionell als geschlechtertypisch angesehenen Berufsfeldern. Sie beziehen dabei das Ergebnis der Potenzialanalyse ein und bereiten eine begründete Entscheidung für die spätere Auswahl eines Berufsfeldes für das Schülerbetriebspraktikum vor. Eltern und Berufsberatung werden darin einbezogen."

Was passiert, wenn ich als Schule bereits bestehende Kooperationen habe? Fallen die nun weg?

Sie sollten Ihre bisherigen Unternehmenskontakte als Schule auf jeden Fall beibehalten und nutzen. Das Online-Portal bietet den Unternehmen dazu bei der Angebotserstellung  die entsprechende Auswahl der teilnehmenden Schulen an. Wenn Sie die Unternehmen eine Auswahl getroffen haben, kann nur Ihre Schule diese Angebote sehen und buchen. 

Sind die Schüler/-innen bei der Durchführung der Berufsfelderkundung versichert?

Ja, die Schüler/-innen sind versichert. Da es sich um eine Schulveranstaltung handelt, unterliegen Berufsfelderkundungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Schüler/-innen sind auf dem Hin-und Rückweg sowie während der Berufsfelderkundung unfallversichert. 

Wer übernimmt die Fahrtkosten?

Viele Schüler/-innen besitzen eine Schülerfahrkarte („Schoko-Ticket“), die genutzt werden kann. Die Berufsfelderkundungen sollten im Einzugsgebiet der Schule liegen; die Fahrtkosten übernimmt der Schulträger.

Online-Portal BFE

Wo finde ich das Online-Portal?

Unter www.kreis-mettmann.bfe-nrw.de finden Sie die Internetplattform, auf der Sie sich bequem registrieren und Ihre Angebote einstellen können.

Wie bediene ich das Online-Portal?

Unter www.berufsfelderkundung-me.de finden Sie eine entsprechende Handreichung, die Ihnen den Umgang mit dem Portal anschaulich erläutert.

Wozu dient das Online-Portal?

Mit der Internetplattform „Berufsfelder erkunden im Kreis Mettmann“ hat die Kommunale Koordinierungsstelle für eine Möglichkeit gesorgt, dass die Angebote der Unternehmen und die Interessen der Schüler/-innen optimal zusammen finden.

Portfolioinstrument

Was ist ein Portfolioinstrument?

Ein Portfolioinstrument als Standardelement des Gesamtsystems der Berufs- und Studienorientierung ist ein Lern-Entwicklungs-Instrument, in dem unter der spezifischen Perspektive des individuellen Berufs- und Studienorientierungsprozesses in schulischer Verantwortung ausgewählte Dokumente gesammelt und dokumentiert werden.

An wen richtet sich das Portfolioinstrument?

Das Portfolioinstrument richtet sich an alle Schüler/-innen aller Schulformen ab der 8. Klasse in allgemeinbildenden Schulen. Sie führen ihr Portfolioinstrument als persönliches Lern-Entwicklungs- sowie Dokumentations-Instrument während des Prozesses der Berufs- und Studienorientierung. Die Erziehungsberechtigten sind dazu angehalten, ihre Kinder aktiv bei ihrer Berufs- und Studienorientierung und der Berufsfindung zu unterstützen. Dazu gewährt ihnen u.a. das Portfolioinstrument einen Einblick in die schulisch initiierte Auseinandersetzung ihres Kindes im Rahmen des systematisierten BO-Prozesses.

Welches Portfolioinstrument wird im Kreis Mettmann eingesetzt?

Im Kreis Mettmann wird überwiegend der Berufswahlpass (BWP) NRW eingesetzt. 

Wie soll die Arbeit mit dem Portfolioinstrument an der Schule gestaltet werden?

Die Arbeit mit dem Portfolioinstrument orientiert sich an dem Prozess der Berufs- und Studienorientierung und den darin verbindlich festgelegten Standardelementen der Beratung (SBO 2), der Potenzialanalyse (SBO 5), der unterschiedlichen Formen der Praxiserkundungen (SBO 6) sowie der Gestaltung des Übergangs (SBO 7). Die Anwendung und Arbeitsweise mit dem Portfolioinstrument ist dabei schulform-abhängig in einem schulinternen BO-Curriculum im Hinblick auf die Verzahnung mit dem Unterricht und den außerunterrichtlichen Aktivitäten des BO-Prozesses abzustimmen.

Wie ist der vertrauliche Umgang mit dem persönlichen Datenschutz sicherzustellen?

Die Schüler/-innen sowie ihre Erziehungsberechtigten sind frühzeitig über die Bedeutung des Portfolioinstruments und die darin enthaltenen persönlichen Daten zu informieren und darauf hinzuweisen, dass die Weitergabe von Daten in ihrer eigenen Entscheidung verbleibt. Die Schüler/-innen können selbst darüber entscheiden, ob sie das Portfolioinstrument bei Beratungsgesprächen mitnehmen und welche Aspekte sie veröffentlichen wollen.

Wo sollte das Portfolioinstrument aufbewahrt werden?

Der Ort der Aufbewahrung kann gebündelt in der Schule oder individuell bei den Schüler/-innen angesiedelt sein.

BAN-Portal

Was ist das BAN-Portal?

BAN steht für „Belegung, Abrechnung, Nachweis“ und wird zur Unterstützung vieler Standardelemente von KAoA genutzt. 

Wie komme ich an die Zugänge zum BAN-Portal?

"Bitte rufen Sie die Startseite des Portals im Internet auf." Die Internet-Adresse lautet:

http://www.bo-instrumente-in-nrw.de/

Entlastungsstunden

Wo finde ich die Information über die Anzahl meiner Entlastungsstunden?

Die Entlastungsstunden orientieren sich an dem Einstiegstermin in KAoA und an der Schülerzahl der an KAoA teilnehmenden Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I aus. Die Entlastungsstunden werden in SchIPS in der Rubrik Stellenbedarf unter „Ausgleichsstellen“, hier „Ausbildungskonsens“ verbucht. Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen an die Bezirksregierung Düsseldorf. 

Langzeitpraktikum

An wen richtet sich das Langzeitpraktikum?

Zielgruppe sind Schüler/-innen im (vor-) letzten Schulbesuchsjahr (mind. in Klasse 8), die vor allem aufgrund ihres Leistungsstands akut abschlussgefährdet sind und daher keine realistische Chance haben würden, direkt im Anschluss an den Schulabgang in eine Berufsausbildung einzumünden.

Welche Wirkungen werden mit einem Langzeitpraktikum angestrebt?

"Mit Langzeitpraktika soll diesen Jugendlichen, im Anschluss an Potenzialanalyse und Berufsfelderkundungen, eine weitere, mehr praktisch orientierte Unterstützung angeboten werden.

Welche Schulen können ein Langzeitpraktika anbieten?

Bestenfalls können sie dadurch, innerhalb der noch verbleibenden Schulpflichtzeit, ihre Chancen verbessern, einen Schulabschluss zu erreichen, sich im Betrieb durch praktische Kompetenz beweisen und für den weiteren Lernprozess öffnen, also trotz ggf. fehlendem Schulabschluss oder schlechter Noten in eine Ausbildung, Arbeit, Berufsvorbereitung oder weiterführende Schulbildung einmünden."

Anschlussvereinbarung

Wozu dient die koordinierte Übergangsgestaltung?

Alle allgemeinbildenden Schulformen können ein Langzeitpraktikum für Schüler/-innen der genannten Zielgruppe individuell oder in Gruppenform, z.B. auch in Zusammenarbeit mit anderen Schulen, anbieten.

Wo und wie findet eine „Anschlussvereinbarung“ statt?

Ziel ist es, auf dieser Basis eine realistische, konkrete Anschlussperspektive zu entwickeln und mittelfristig Brüche im Übergang von der Schule in Ausbildung oder Studium zu vermeiden. Die „Anschlussvereinbarung“ dokumentiert die individuelle Entscheidung und weitere Schritte der Jugendlichen, die zu der angestrebten, tragfähigen Berufs- und Studienperspektive führen sollen.

Von wem und in welchem Rahmen wird die „Anschlussvereinbarung“ ausgefüllt?

Im Rahmen der Übergangsgestaltung wird die „Anschlussvereinbarung“ erstmals in der Vorabgangsklasse (i.d.R. im Jg. 9/2, in Langzeitschulformen spätestens im Jg. 12 bzw. in Q1) ausgefüllt und bis zur gesicherten Einmündung in der Regel in Ausbildung oder ins Studium fortgeschrieben. Die allgemeinbildenden Schulen und die Berufskollegs sichern den Prozess.

Curriculum

 

Betriebspraktika

Wie finde ich einen Betrieb für mein Praktikum?

Die Anschlussvereinbarung wird von den Jugendlichen in einem von den Lehrkräften pädagogisch begleiteten Rahmen ausgefüllt. Die Eltern/ Erziehungsberechtigten werden hierbei einbezogen. Sie unterschreiben neben dem Jugendlichen und der Lehrkraft, dass sie an dem Beratungsprozess (einer Anschlussvereinbarung) teilgenommen haben und sich ihre Beiträge in der Anschlussvereinbarung widerspiegeln.