Migration

  

Innerhalb von KAoA ist das Querschnittsthema „Migration“ besonders durch die erschwerten Zugänge zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für Jugendliche mit Migrationshintergrund gekennzeichnet.

Die Bildungskoordination für Neuzugewanderte im Regionalen Bildungsbüro vernetzt Akteure, hilft beim Übergang Schule-Beruf und arbeitet mit der regionalen Wirtschaft zusammen.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Kreisintegrationszentrum gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Kommunalen Koordinierungsstelle.

Allen gemeinsam ist das Ziel, zu Teilhabe und Chancengleichheit am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, auch für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, beizutragen. Daher finden regelmäßiger Informationsaustausch und eine gemeinsame Planung von Aktivitäten statt.

Elternarbeit im KAoA stellt einen Schwerpunkt in der Arbeit der Kommunalen Koordinierungsstelle dar. Sie ist in diesem Kontext oft durch Sprachhürden erschwert.

Um auch Eltern mit Zuwanderungsgeschichte Informationen zum deutschen Schulsystem und zu KAoA zugänglich zu machen, gibt es u.a. Veröffentlichungen von Ministerien auf Bundes- und Landesebene:

Elterninformation über das deutsche Schulsystem in 20 Sprachen erhältlich

Das Schulsystem in NRW - schnell und einfach erklärt

Spezifische Informationen zu den trägergestützten Standardelementen in KAoA wie z.B. Datenschutzerklärungen und Elternbriefe wurden ebenfalls vom Schulministerium in sechs verschiedene Sprachen übersetzt und über die Bezirksregierung an die Schulen im Kreis Mettmann ausgegeben.

Ab dem Schuljahr 2017/2018 können Jugendliche aus internationalen Förderklassen an KAoA kompakt, einer zeitlich und methodisch adaptierten Variante der Standardelemente (Potenzialanalyse, Berufsfelderkundung, Praxiskurse), teilnehmen.

Angelehnt an die Empfehlungen der Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration – KAUSA (jobstarter) des Bundesbildungsministeriums arbeitet die Kommunale Koordinierungsstelle im Bereich Migration nach folgenden Leitlinien:

  1. Kultursensibel beraten und informieren

  2. Qualität der Bewerbungen & Empfehlungsschreiben

  3. Selbstbewusster Umgang mit dem Migrationshintergrund

  4. Persönliche Kontakte ermöglichen

  5. Ungleichbehandlung bei den Partnern im Übergang thematisieren und gemeinsam angehen

  6. Migrantenorganisationen als Kooperationspartner einbeziehen

  7. Interkulturelle Elternarbeit in Schulen stärken

  8. Unternehmer/-innen und Auszubildende mit Migrationshintergrund als Vorbild einsetzen

Methoden:

  • Schulungsangebot für Bildungsträger im Bereich »Interkulturelle Kompetenz« in KAoA

  • Vorträge von Fachreferenten zum Thema »Interkulturelle Kompetenz« in KAoA in Form von Workshops

  • Regelmäßiger Wissens- und Erfahrungsaustausch mit dem Kreisintegrationszentrum Mettmann

  • Vernetzung mit Fachstellen (z.B. Integration Point der Agentur für Arbeit Mettmann) und anderen Netzwerkakteuren zum Thema »Interkulturelle Kompetenz« in KAoA im Rahmen des Qualifizierungsvorhabens

  • Einbettung der Thematik in den regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen

Das Querschnittthema Migration tangiert dabei alle genannten Standardelemente und wird bei der Erarbeitung nicht nur berücksichtigt, sondern fortlaufend kommuniziert.

Die Qualitätssicherung erfolgt durch Hospitationen in den trägergestützten Standardelementen. Kommunale Koordinierungsstelle, Bildungskoordination für Neuzugewanderte, Schulaufsicht, Berufsberatung der Agentur für Arbeit und/oder MitarbeiterInnen des Kreisintegrationszentrums führen diese stichprobenartig durch.

                      

Weiterführende Informationen finden Sie in der linken Spalte.