Schulische Inklusion

 

Die Kommunale Koordinierungsstelle des Kreises Mettmann fördert die Entwicklung von inklusiven Konzepten in den Standardelementen von KAoA auf kommunaler Ebene.

Sie unterstützt die regionalen Akteure durch Beratung, Prozessbegleitung, Schulung und die Dokumentation guter Praxisbeispiele.

Die Kommunale Koordinierungsstelle des Kreises Mettmann ist dem Regionalen Bildungsbüro zugeordnet. Ein weiteres Handlungsfeld des Regionalen Bildungsbüros stellt die schulische Inklusion dar. Der Austausch mit der Koordinatorin für Inklusionsfragen des Kreises Mettmann ist daher kontinuierlich gegeben.

Daraus ergeben sich neue Herausforderungen, die von der Kommunale Koordinierungsstelle gemeinsam mit der Koordinatorin für Inklusionsfragen bearbeiten werden:

  • Berufsorientierung in der Schule muss sich auf ein höheres Maß an Differenzierung einstellen
  • die Umsetzung der Standardelemente erfordert hohe Individualisierung für Schulen des Gemeinsamen Lernen
  • Informationswege zwischen Schule und außerschulischen Partnern müssen angepasst werden

Am Beispiel der Potenzialanalyse lässt sich dies verdeutlichen:

Die Schülerinnen und Schüler besitzen unterschiedliche Lernvoraussetzungen (Förderschwerpunkte).

Bewährt haben sich Vereinbarungen zur Vorinformation über sonderpädagogische Unterstützungsbedarfe, die in einem ersten Termin zwischen Schule und Bildungsträger getroffen werden können.

Dabei sollten die bestehenden Konzepte der Potenzialanalyse kritisch betrachtet und gegebenenfalls modifiziert werden.

Zur besseren Umsetzung der genannten Herausforderungen fand bereits eine Schulung der an KAoA beteiligten Bildungsträger statt, die von der Koordinatorin für Inklusionsfragen des Kreises Mettmann durchgeführt wurde. Dabei wurden den Teilnehmenden Grundinformationen über sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im schulischen Kontext mit den verschiedenen Förderschwerpunkten vermittelt.

Folgende Methoden werden aktuell und künftig bearbeitet:

  • Schulungsangebot für neu hinzugekommene Bildungsträger im Bereich schulische Inklusion in KAoA
  • Vorträge von Fachreferenten zum Thema schulische Inklusion in KAoA in Form von Workshops
  • Regelmäßiger Wissens- und Erfahrungsaustausch mit der Koordinatorin für Inklusionsfragen des Kreises Mettmann
  • Vernetzung mit Fachstellen (z.B. Integrationsfachdienste) und anderen Netzwerkakteuren zum Thema schulische Inklusion in KAoA im Rahmen des Qualifizierungsvorhabens
  • Einbettung der Thematik in den regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen

Bei der letzten Methode ist die Planung, Durchführung und Weiterentwicklung von Qualitätskriterien in den trägergestützten Standardelementen ein fester Tagesordnungspunkt. Das Querschnittthema schulische Inklusion tangiert dabei alle genannten Standardelemente und wird bei der Erarbeitung nicht nur berücksichtigt, sondern fortlaufend kommuniziert.

Aus den Bedarfsmeldungen der Kolleginnen und Kollegen aus dem Gemeinsamen Lernen und der StuBOs der Förderschulen ist (in enger Absprache mit den schulfachlichen Aufsichten Förderschule und Hauptschule – Generalie Übergang Schule – Beruf) eine temporäre Projektgruppe Berufsorientierung Inklusion entstanden, die sich als Schwerpunkt gesetzt hat, eine Handreichung zusammen zu stellen mit Hilfen und Anregungen für die Gestaltung von Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf. Die Kommunale Koordinierungsstelle war in dieser Projektgruppe vertreten. Die Arbeitshilfe "Berufsorientierung in Inklusion im Kreis Mettmann" ist im Januar 2017 erschienen und im Arbeitsbereich der StuBOs als Download bereitgestellt.

Eine Sicherung des Qualitätsanspruches ergibt sich durch Hospitationen in den trägergestützten Standardelementen, die durch die Kommunale Koordinierungsstelle, die Schulaufsicht, die Berufsberatung der Agentur für Arbeit sowie Fachstellen durchgeführt und dokumentiert werden. Eine Aufarbeitung erfolgt in den regelmäßig stattfindenden Arbeitstreffen (AK Bildungsträger, AK StuBO) oder in bilateralen Arbeitsgesprächen.

Weiterführende Informationen finden Sie in der linken Spalte.